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Geiheime Wahlen 1920 in Ostpreußen

Dieser Eintrag stammt von bruno Am 18.5.2009 @ 11:31 In Allgemein | Keine Kommentare

In den zwanziger Jahren wurde auf einem großen Gut in Ostpreußen die Reichstagswahl vorbereitet.Der Baron schickte den Verwalter zur Gemeinde, um Wahlscheine und Umschläge zu besorgen, „damit die Lorbasse auch alle von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen!“Am Wahlsonntag wurden die großen Arbeitswagen angespannt. Die Landarbeiter saßen auf, und der Inspektor verteilte die Umschläge, in denen der Patron fürsorglich bereits überall Deutsch-National angekreuzt hatte.„So Leute, jetzt fahren wir zum Wahllokal, da wirft jeder von Euch seinen Umschlag in die Urne - und wenn wir zurück kommen, gibt`s Freibier!“Unterwegs bemerkt der Verwalter, daß der Kaludrigkeit versucht, seinen Umschlag zu öffnen, um nachzusehen, was denn da angekreuzt ist.Kopfschüttelnd ruft ihn der Verwalter zur Ordnung.„Kaludrigkeit, was bist du für eine schlechter Demokrat!  Wirst du wohl deinen Umschlag zulassen!  Weißt du denn nicht:  Dies ist eine   g e h e i m e    W a h l  !“ 


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