Archive für Oktober 2008

Die Seniorenabzocke

Ich bin hereingefallen!  Auf dem Weg zum Markt ruft mich ein gut aussehender Mann in gepflegtem Anzug aus seinem Wagen heraus an. ” Wir kennen uns doch!”  Wer freut sich nicht, wenn er nach Jahren von einem Freund erkannt wird.   Ich trete an den Wagen heran. “Wissen sie noch ich war damals in der Registratur und brachte ihnen immer die Post!” Das ist unverdächtig und in  jedem Betrieb gibt es eine Registratur. “Sie müssen sich doch an mich erinnern. Ich bin der Toni Moreno!”  In meinem Alter gibt man Erinnerungslücken nicht zu. “War das in der Führungsakademie?”  Schon weiß der Ganove, dass ich in der FüAk gewesen bin und in kurzer Zeit nenne ich auch meinen Namen. Jetzt erzählt er von sich . Er habe eine Lederfabrik in Lugano geerbt, ob ich ihn nicht da am See besuchen möchte. Und schon ist er beim Du und nennt mich Hans-Dieter. Plötzlich sagt er: “Weißt du  was, ich habe gerade von einem Messebesuch ein paar Stücke nach, die will ich nicht nochmal verzollen. Wohnst du hier in der Nähe, dann schenke ich sie dir!” Wir fahren in der Wohnung vor. Ich stelle meiner Frau Herrn Moreno als Bekannten aus meiner Dienstzeit vor und er küsst ihr die Hand und sagt gnädige Frau. Aber er will nicht Platz nehmen. “Mein Flugzeug geht gleich!”  Dann holt er drei schöne Stücke hervor, die wir anprobieren.  Sie fassen sich wie echtes Leder an. Und sie passen. Plötzlich kommt er zur Sache und sagt: “Aber bei dem schönen Geschenk könnten Sie mir vielleicht auch etwas Bargeld schenken. Ich muss noch meinen Leihwagen bezahlen.” Ich hole etwa 200 Eur aus dem Nebenzimmer und er sagt: “Also 500 möchte ich doch gerne haben!” Geblendet von dem angeblichen Schnäppchen gehe ich zur Bank und hebe 500 Euro ab. Er wartet vor der Tür. Als ich meine Geldbörse öffne, will er die ganzen Fünfhundert haben, aber da bin ich  angesichts der schon erhaltenen Summe nicht mehr bereit dazu.      ” Mein Flugzeug!” und weg ist der gute Freund aus gemeinsamen Tagen. Zu Hause ist meine Tochter gerade angekommen.  Sie lacht sich kaputt und sagt: ” Solche Jacken aus Kunstleder bekommst du bei C & A für 99 Euro.”

Ich habe einen Titel für mein nächstes Buch:  Opa, das kannt du auch - dich von Ganoven hereinlegen lassen . Eine Warnung vor Versuchen, Senioren abzuzocken

Mein jüngstes Kind: Opa da lachst du auch

Hier ein Auszug aus einem netten Leserbrief:

Sehr geehrter Hans-Dieter,
Vor einigen Tagen war ich in der Buchhandlung und habe mir Ihr jüngstes Kind bestellt. Eigentlich sollte es noch gar nicht herausgekommen sein, aber siehe da, nach ein paar Tagen bekam ich es. Dieses Kind hat mir gestern so viel Freude bereitet, dass ich es heute per Post meiner Tochter nach Karlsruhe schicken werde. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Lassi

Erfahrung ist Zukunft

Unter diesem Motto veröffentlicht die Bundesregierung eine Internetseite mit Themen zum demografischen Wandel. Ich werde darin auch über meine Computerbücher für Senioren berichten und mit meinem Enkel zusammen interviewt werden. Wen diese Seite interessiert, der kan sie unter  http://www.erfahrung-ist-zukunft.de/ anklicken

System Wiederherstellung

Gestern habe ich alter Hase einen schlimmen Fehler gemacht: Im Versehen war eine Kopie vom Desktop vor Jahren in meinen Ordner Bücher gerutscht. Ich wollte sie auf den Schirm zurückschieben und löschte dabei alle Programme, die ich in den letzten 2 jahren auf dem Desktop gespeichert hatte. Eine Kathastrophe, aber nach zwei Stunden fand ich ein Programm “System wiederherstellen” mit einer Kopie der ganzen Systemprogramme von vor 3 Tagen. Gespannt wartete ich.bis der Computer neu gestartet werden konnte - und siehe da, alles war wieder heil

Gruß aus Fulda

Dein neues Buch ist wirklich “Spitze” - ein toller Erfolg!!!
Ich wünsche Dir alles Gute und sende Dir die allerbesten Grüße aus Fulda!

Grüße vom kleinen Bruder

Lieber Hans-Dieter,

vielen Dank fuer die Uebersendung des Buches “Opa da lachst du auch”.

Sigrid hat schon einiges gelesen und koestlich gelacht.

Bernd

Der Kompromiss

Zwei Freunde unterhalten sich.„Wie ist den der Streit mit Deiner Frau ausgegangen?“„Mit einem Kompromiss: Ich habe ihr gesagt, dass sie recht hat und sie war damit einverstanden;“

Anruf aus Gersthofen

1961 sind wir aus Gersthofen nach Norddeutschland umgezogen. Wir hatten reizende Nachbarn, mit denen wir noch Kontakt haben. Gestern rief unsere Freundin an und erzählte, dass sie im Buchladen nach dem neuen Buch Opa da lachst du auch gefragt hätte. Es war noch nicht vorrätig, würde aber bestellt. Dann zeigte man ihr Band I bis Band III  der Opabücher und bestätigte, dass die sich gut verkauften. So komme ich nach 47 Jahren in meinem früheren Wohnsitz wieder ins Gespräch.

Die Rechenaufgabe

Die Lehrerin gibt folgende Hausaufagbe auf: “Du hast 18 Liter Milch auf Flaschen abzufüllen. Wie viele  dreiviertel Liter Flaschen brauchst du, um die Milch zu verteilen?“ 

Der Schüler bringt am nächsten morgen die richtige Lösung und einen Zettel seines Vaters mit:  „Bitte stellen sie solche Aufgaben nächstens mit Wasser! Dafür 18 Liter Milch zu kaufen, geht ganz schön ins Geld!“

Dinkelbrot

Heute früh stand ich beim Bäcker, um Brötchen zu kaufen. Neben mir ein Stepke mit seiner Oma. Da bestellte der Kunde vor mir ein Dinkelbrot.  Der Kleine konnte sich vor Lachen nicht einkriegen. “Oma,Oma! Der will ein Pinkelbrot haben!” Jetzt lachte der ganze Laden.

Mit 87 am Computer

Eine Freundin von mir berichtete, dass Sie Ihrer siebenundachtzigjährigen Mutter nicht nur einen Computer eingerichtet  habe. , sondern ihr auch mein Buch ausgeliehen hat.  Die alte Dame lernt jetzt mit dem Band I   ”Opa das kannst du auch - mein Enkel erklärt mir den Computer” den Umgang mit dem PC. Ich bekam eine nette E-Mail von Ihr doppelt. Sie dankte dafür, dass sie jetzt zwei Berater habe.  Die erste E-Mail sei ihr ungewollt “entwischt”!  Es ist doch schön, wenn man in unserem Alter noch was dazu lernen kann.

Forum für Senioren.

Hier ein  Ausschnitt aus einem  netten Leserbrief:

Gerehrter Hans-Dieter,
zunächst sende ich Ihnen einen Abendgruß und bedanke mich herzlich ! Wofür? Ihrem Buch…”Mein Enkel erklärt mir das Internet” verdanke ich, dass ich im Forum für Senioren nicht nur eine Möglichkeit zur Kommunikation, sonder sogar zwei nette Briefreundinnen gefunden habe……….Ihre beiden Bücher hatte mir meine in Karlsruhe lebende Tochter geschenkt genau wie etliche andere dicke Wälzer, mit denen ich aber wenig Erfolg hatte. Erst nach der Lektüre Ihrer Bücher machte es bei mir “klick”. Ich habe hier nämlich kaum jemand, den ich fragen könnte und bin auf schriftliche Erklärungen angewiesen.
Lassi

Verkehrskontrolle

Wer bekommt kein schlechtes Gewissen, wenn ein Polizeiauto permanennt hinter einem herfährt. Ich komme nach dem Pilzesammeln friedlich aus einer Nebenstraße und überquere in sicherem Abstand eine Landstraße vor einem Polizeiauto. Es wundert mich zwar, dass die Beamten hinter mir in meinen Weg einbiegen. Aber natürlich fixiere ich die Verfolger nicht genau genug um zu bemerken, dass zwischen den beiden blauen Lampen in Spiegelschrift “Stop” aufleuchtet.  Gelassen biege ich auf die Autobahn ab und gebe Gas. Die Polizei folgt, überholt und jetzt sehe ich vor mir die Worte erkennbar leuchten:  “Polizei” und “Folgen”. Also trottel ich hinter dem grauen Wagen her. Kein Parklplatz, also erst bei der nächsten Ausfahrt eine Chance abzubiegen. Große Kreuzung, rechts abbiegen und endlich der große Parklplatz eines Blumenmarktes. Wir halten und steigen aus: “Was kann ich für sie tun, meine Herren?” frage ich  mit gespielter Gelassenheit. “Verkehrskontrolle, ihre Papiere bitte.” Seit zwanzig Jahren ruht mein Führerschein unbenutzt in einer vergilbten Platikhülle. Umständlich entnehme ich ihn, immer in Sorge dass er auseinanderfällt. Ist Baujahr 1954 ! Der Beamte schüttelnd lächeln den Kopf: “Der gehört ja ins Museum!”  Ich lächel zurück und sage, ja wenn man niemals mit Alkohol am Steuer fährt, sieht der Lappen so aus. Fahrzeugpapiere sind OK- “Wir haben hinter ihnen zum Stoppen aufgefordert.” Das aber habe ch wirklich nicht bemerkt. Höflich ziehen sich die Beamten in ihr Fahrzeug zurück. Nette Jungs, ein Haarschnitt wie bei der Marine. Aber was wohl ist ihnen an meinem zwanzig Jahre alten und blitzsauber gepflegten VOLVO verdächtig vorgekommen?  Irgendwie ist man doch erleichtert, wenn die Polizei wieder weg ist!

Markterlebnisse

Wie jeden Samstag kaufe ich auf dem Markt meine Spreewälder Salzgurken bei einem Gurkenhändler. Er ist ein begeisterter Leser meiner Opa-Bücher  und macht lebhafte Propaganda an seinem Stand dafür. Jedenfalls wenn ich einkaufe.  Samstag  standen ein paar andere Kunden neben mir: “Sind sie nicht Herr Brunowsky? Wir haben ihre Computerbücher zu Hause und schlagen immer wieder darin nach.!” Dann sprachen wir über meine neuen Bücher. Opa da lachst du auch und Opa wie werde ich Millionär.  “Das lustige Buch wäre doch eine Geschenk für meine Mutter, die hat nächste Woche Geburtstag!” Danach schaltete sich der Gurkenhändler ein:   “Ein Buch über Geld brauche ich dringend für meine Söhne. Die sind bald 18 und haben keine Ahnung, wie man mit Geld umgeht!”  Wieder zwei  Bücher verkauft!

Leserbrief zu “Opa da lachst du auch”

Du hast das Buch so lebendig geschrieben, dass sich ganz bestimmt sehr viele der Gattung Homo sapiens senioris darin wieder erkennen können. Bewundernswert wie Du versucht hast, den Rand des schwarzen Loches in das Du nach der Pensionierung gefallen bist, wieder zu erklimmen. Schon allein aus diesem Grund, kann man das Buch als Anti Depressivum ohne Nebenwirkungen empfehlen.

 Ach, eine Nebenwirkung gibt es natürlich schon, den hier und dort erzielten herzhaften Lacher oder gemütlichen Schmunzler.  Angefangen bei den kleinen Vergesslichkeiten, die sich mit zunehmendem Alter einstellen. Der leichten Schadenfreude, wenn es einen Jüngeren trifft, dem zudem etwas passiert, was man gemeinhin nur aus Witzen kennt. Über den Erhalt des eigenen Parkplatz-Biotopes, den mehr oder minder ausgeprägten Ordnungssinn, die Qualität des Hausmannes und Heimwerkers bis zur Freizeitgestaltung und dem Training der grauen Zellen, damit diese sich nicht vorzeitig zur Ruhe begeben.

 Du machst es allen vor, Lernen bis ins fortgeschrittene Alter hält nicht nur den Geist jung und in Form.Wer mit soviel Humor, wie Du an das Altern herangeht, dem sind bestimmt noch viele Jahre beschieden, um anderen Senioren zu beweisen, Alter ist eine Zahl die unterschiedlich groß ist, wenn man sie liest. Wirklich alt aber ist man erst, wenn man nicht mehr neugierig darauf ist, was das Leben einem zu bieten hat. In diesem Sinne wünsche ich Dir und uns Lesern, dass Du Deine grauen Zellen noch viele Jahre Samba tanzen lassen kannst, so wie Du es in dem vorliegenden Buch bewiesen hast.

Es grüßt Dich herzlich
Deine Karin

Interview

Auf die Empfehlung diesen Link zu lesen hatte ich großes Echo: www.sueddeutsche.de/leben/323/313230/text/
Hallo Hans-Dieter,
danke für den Tipp, die “Süeddeutsche” zu lesen. Es ist wirklich ein sehr interessantes und aufschlussreiches Interview!! - Gratulation dazu!!! Ich freue mich mit Dir, dass Du so viele tolle Sachen machst - der Jugend noch eine Zukunft weist, wie man doch auch zusammen leben kann. Einfach in Harmonie und Zusammengehörigkeit.
Gabriele

Lob aus Thüringen

“Opa - da lachst du auch” ist nun schon das 4. Buch, dass ich von Dir gelesen habe. Während die ersten drei sehr gut gelungene “Benutzerhandbücher” für PC, Internet, Scanner und Cam sind, die ich sehr gerne zur Hand nehme, um nachzuschlagen… ist dieses neue Buch von völlig anderem Charakter… oder auch nicht??? Könnte man es als “Benutzerhandbuch” für den Umgang mit älteren Menschen auffassen???
Mit viel Humor hast du die “neue Gattung” Senioren mit all ihren Vorzügen und liebenswerten Schwächen dargestell… auf die Schippe genommen… und der jüngeren Generation gezeigt, dass Senioren noch längst nicht jenseits von Gut und Böse sind, sie Wünsche, Träume, viel Humor und eine gehörige Portion Lebensweiheit haben….
In manchen Episoden hab ich Marotten von mir und meiner 87 jährigen Mutti wiedererkannt und mich köstlich amüsiert.
Möge dieses Buch auch dazu beitragen “Sprachschwierigkeiten” zwischen alt und jung abbauen zu helfen.
In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin Gesundheit und viele neue Ideen,
deine “Fanin” aus Thüringen
Dagmar

Lachen im Nebenzimmer

Mein Schwager hat ein Exemplar das Buches “Opa da lachst du auch” geschenkt bekommen und bedankte sich telefonisch. Seine Frau habe das Buch sofort angefangen zu lesen. Plötzlich unterbrach er sich: “Jetzt lacht sie schon wieder!” Ja, alle Stellen, die auf ihn passen, würden ihm genüsslich vorgelesen. Dann erzählte er noch, dass seine Tochter ihrem Chef, einem Chirurgen, den ersten  Band als Abschiedsgeschenk für die Pensionierung besorgt habe. Es ist doch schön, wieviel Freude wir mit unserern Büchern bereiten können.

Man wird alt

Woran merkt man mit 85, dass man anfängt alt zu werden ?  Ich war heute dabei eine schwere Kiste mit Mineralwasser aus dem Auto zu laden. Da ich keinen Parklplatz fand, stellte ich die Kiste erst einmal in den Hausflur. Da kam ein junge, attraktive Nachbarin dazu und fragte, ob sie mir helfen dürfe. Ich verneinte - wohl nicht energisch genug - und als ich vom Parken zurück kam, stand die Kiste mit den Flaschen oben vor unserer Wohnungstür. Dies war mir zwar peinlich, aber daran, dass ich doch ganz dankbar für die Hilfe war, erkannte ich: Man wird alt!  Vielen Dank Frau Nachbarin !

Homo sapiens senioris

Das neue Buch  Opa da lachst du auch hat wieder ein positives Echo in der Leserschaft.  “ WAS ich gelesen habe, ist sehr vielversprechend. Nun weiß ich doch wenigstens, wo ich einzusortieren bin, nämlich unter Homo sapiens senioris. Einfach herrlich, was Dir zu dieser kleinen Meldung im Volksfreund eingefallen ist! Und Du bist dann der Homo sapiens senioris humoris, nicht wahr?”